Leider wird aber auch dieser Artikel nichts an der „Mein Neffe hat einen PC, der könnte doch unsere Website/Hauszeitung/Geschäftsausstattung machen“-Mentalität ändern können – meistens mangelt es nämlich schon an der Fähigkeit, Designqualität überhaupt beurteilen zu können; geschweige denn, die Bedeutung von Design für das eigene Produkt, die eigene Dienstleistung oder die eigene Firma auch nur annähernd einschätzen zu können.
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Was erstaunlicherweise immer wieder verwechselt wird: Nicht der PC oder die Grafik-Programme machen die Websites und die Prospekte, sondern die Gestalterin oder der Gestalter, die sie benutzen. Wer wollte denn ernsthaft von seinem Neffen erwarten, dass er unverwechselbare, im Gedächtnis bleibende, wirkungsvolle Kommunikationsmittel kreiert, bloß weil er einen Computer sein eigen nennt? Wer würde denn seinen Blinddarm von einem Designer herausnehmen lassen, bloß weil der ein Skalpell besitzt? Reicht etwa ein Federhalter, um einen „Faust“ schreiben zu können? Eine Maurerkelle, um ein Haus zu bauen?
gefunden bei: Sven K.