"Stephen Shore erfaßt das Wesen der amerikanischen Landschaft, indem er Gewöhnliches so abbildet, daß das Universelle und Außergewöhnliche aufscheint. Seine Bilder sind lakonisch - ausgefallene Kompositionen, kunstvolle Aufschnitte oder plakative Stilisierung lehnt Shore ab. Er akzeptiert die fadenscheinige Banalität der amerikanischen Landschaft, die Nachttopf-bewehrte Schäbigkeit unserer ländlichen Gegenden und die Konturlosigkeit unserer Ortschaften. Er greift das allzu Vertraute auf, macht es prägnant, kohärent und beinahe liebenswert."
Kurz: Menschen, die eine Vorliebe für die Optik und den Charme der 60s/70s haben werden beim Anblick dieses Buch vor Freude anfangen zu weinen. Stimmungsvolle Foots, die einen direkt zurück in die gute alte Zeit beamen. Unbeschreiblich.
Über Stephen Shore:
Stephen Shore (* 1947 in New York, USA) ist ein amerikanischer Fotograf. Er zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Gegenwart. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der amerikanischen (Farb-) Fotografie der 1960er und 1970er Jahre und gilt überdies als Zeitchronist dieser Ära.
Stephen Shore setzte sich schon in seiner Kindheit mit der Fotografie auseinander. Als 14jähriger präsentierte er dem damaligen Kurator des Museums of Modern Art, New York, (MOMA), Edward Steichen eigene Fotografien. Dieser erwarb, offenbar beeindruckt von der Qualität der Arbeiten, drei Werke. Mit 17 lernte Shore Andy Warhol kennen und zog in die Factory ein. Kurz vor seinem 24. Geburtstag (1971) hatte Shore dann als erster lebender Fotograf eine Einzelausstellung im New Yorker Metropolitain Museum of Art.
Ein wichtiger Ort der Anregung war für Shore Andy Warhols „Factory“, Treffpunkt für viele Anvantgardekünstler der 1960er und 1970er Jahre. Shore dokumentierte das Leben in der „Factory“ und viele der dort verkehrenden Künstler und Musiker (wie z.B. „Velvet Underground“ mit Lou Reed). Hieraus entstand dann eine Foto-Ausstellung mit dem Titel „The Velvet Years“.
In den 1970er Jahren unternahm Stephen Shore viele Reisen quer durch die Vereinigten Staaten und dokumentierte typisch amerikanische Ansichten von Siedlungen, Straßenkreuzungen, Gewerbegebieten und Tankstellen. Mit diesen Aufnahmen wurde er insbesondere neben William Eggleston und Ernst Haas zu einem der amerikanischen Pioniere der Farbfotografie. Das zu einer Zeit als in Europa, einschließlich Deutschland, Farbfotografie in der künstlerischen Fotografie noch verpönt war.
Stephen Shore wurde schnell über die USA hinaus bekannt und wurde schon mehrfach in Deutschland ausgestellt: u.a. 1977 in der Kunsthalle Düsseldorf, 1994 im Sprengel Museum Hannover, 1999 in der SK Stiftung Kultur, Köln, und 2003 innerhalb der Ausstellung „Cruel and tender“ im Ludwig-Museum Köln.
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