Monday, 4. December 2006
The Teaserettes – Deutschlands erste Burlesque A Go-Go
The Teaserettes – Deutschlands erste Burlesque A Go-Go

Der Begriff Burlesque ist aus dem italienischen Theater des 16.Jahrhunderts entliehen und bedeutet Karikatur ohne moralischen Zeigefinger. Eine überzogen- übersteigerte Darstellung der Realität, die nichts anderes will, als unterhalten, amüsieren und animieren. Auch der Wortstamm weist auf den komödiantischen Ursprung hin, denn Burleske kommt von dem italienischen Wort Burla, was soviel wie der Schwank bedeutet.



Die ersten Burlesque Bühnenshows etablierten sich in den zwanziger Jahren, inspiriert von den erotischen Shows im Moulin Rouge und Pigalle. Es wurden in New York die ersten Burlesque Darbietungen mit der einzigartigen Kombination aus Striptease, Comedy und Theater inszeniert.

Die Teaserettes haben sich, inspiriert von dem großen Burlesque Hype in Amerika und den aufregenden Stripperinnen der 50er Jahre (wie Bettie Page und Tempest Storm), zu einer Künstlergruppe des New Burlesque im April 2005 zusammen gefunden.

Die Teaserettes-Show wird von unterhaltsamen Cabaret- und Varieté-Einlagen begleitet und besteht nicht nur aus Tänzerinnen mit einheitlichen Traum-Maßen, sondern auch aus vollbusigen und sehr weiblichen Frauen. Sie tragen glitzernde und pompöse Bühnen-Outfits, ihre Münder sind meist sehr grell geschminkt, ihre Haut sehr weiß und ihre lockige Haarpracht immer etwas zu blond. Die Tänze sind weniger perfekt einstudiert als beim üblichen Striptease, denn die Burlesque-Darbietungen nehmen sich auch selbst nicht zu ernst. Die Teaserettes erfinden ihre Rollen und Kostüme selbst und treten z.B. als übertrieben ausstaffierte Zimmermädchen, Cowgirls oder Matrosenmänner auf die Bühne. Es werden besondere Show-Einlagen geboten, die von Feuerschlucker-Auftritten, über sich ein großes Trinkglas zwischen die Brüste klemmen - aus dem dann getrunken wird - bis hin zum klassischen Ballettauftritt reichen.

Bei der New Burlesque Show ist es nicht üblich, dass die letzten Hüllen fallen. Vielmehr bleiben die Brustwarzen bedeckt, und die Höschen oder String-Tangas an, denn die Burlesque Shows der Teaserettes sind im Gegensatz zum Striptease weniger auf ein männliches Publikum ausgerichtet. Sie sind auch weniger kommerzialisiert; finden also eher in atmosphärischen Veranstaltungsräumen oder als erotische Highlights in Bühnenprogrammen statt, wie zum Beispiel in Comedy Shows, bei Konzerten und in szenigen Nightclubs. Im Gegensatz zum kommerzialisierten Striptease ist bei den Teaserettes kein einziger Mann für das Management der Aufführungen verantwortlich, sondern die Veranstaltungen, Programmplanungen und Choreographien werden von den Teaserettes selbst gemanagt.