Unser letzter voller Urlaubstag beginnt auf dem Sofa mit Yvonne und Guido (also den Schwans). Unsere Jungs schlafen alle und wir quatschen bis 2 Uhr morgens einfach so in Guidos Geburtstag rein ;) Nach ein paar Stunden Schlaf und einem Gang zum Supermarkt frühstücken wir also alle zusammen, bevor wir pünktlich um 10 Uhr den Bungalow verlassen, um unsere Fähren zu erwischen. Bevor wir Euch länger im Ungewissen lassen: JA, sowohl wir, als auch Familie Schwan haben unsere Boote erwischt.
Wir also ab nach Vlieland, um unsere Inselrundfahrt nach zu holen. Dort angekommen werden wir erstmal von einem extra für Vlieland ausgestatteten Gefährt abgeholt und die komplette Fährbesatzung fährt in Richtung Posthuys. Nach einer grandiosen Fahrt über den Strand und dank geländegängigem Fahrzeug auch schön über die Düne, merken wir am Posthuys angekommen schnell, dass irgendwie nicht wie geplant ein Taxi auf uns wartet, um uns die Inselrundfahrt zu bescheren.
Nach einstündigem Telefonmarathon, welchen wir im Restaurant/ Café Posthuys erledigen mussten, da vor Ort im Prinzip kein Handyempfang ist, steht fest: selbst ist die Familie Behlau! Glücklicherweise kommt genau in diesem Moment ein Taxi des Taxiunternehmens Zeelen an und wir quatschen kurz mit Rob, dem Fahrer. Er klärt die Fakten und schwups sitzen wir in seinem Großraumtaxi. Aus den ursprünglich angekündigten 45-60 Minuten werden fast anderthalb Stunden großartige Inselrundfahrt. Rob erzählt uns Fakten über die Insel und zeigt uns die schönsten Plätze, wie beispielsweise den Leuchtturm (den höchsten Punkt der holländischen Inseln), den Wald (mit der größten Baumvielfalt Hollands), die einzige Strandbar der Insel, diverse Hotels und beide Campingplätze. Einer der Campingplätze ist etwas für Retro-Liebhaber: hier gibt es nur EIN spärlich ausgestattetes Klohäuschen. Keinen Supermarkt, keine Bar, nichts dergleichen und das mit voller Absicht! Ganz im Gegensatz zum anderen, denn dort gibt es sogar ein Kino und eine Karaoke-Bar! Rob lüftet auch das Geheimnis um die neulich schon erwähnten Kampfjets: Vlieland ist teilweise militärisches Übungsgelände, welches nicht von Autos befahren und nicht von Besucher/n Anwohnern betreten werden darf, denn dort wird tatsächlich vom Flugzeug aus auf in den Dünen versteckte Gegenstände geschossen. Apropos Autos: Vlieland ist autofrei. Rob verrät uns, dass von den knapp 1200 Einwohnern auf Vlieland nur 200 ein Auto besitzen und nur ca. 120 sind echte Vlieländer, alle anderen sind von außerhalb zugewandert. Ein Krankenhaus gibt es übrigens auf der Insel nicht, dafür aber einen Hubschrauberlandeplatz von dem aus Notfälle innerhalb von 5 Minuten ins nächstgelegene Hospital auf dem Festland gebracht werden können. Die Inselrundfahrt mit Taxi Zeelen war definitiv ein Highlight unseres Urlaubs, denn wir sahen und erfuhren viel und Rob hält überall an, wo wir fotografieren oder mal schauen wollen. DANKE dafür!
Nach der Rundfahrt kehren wir im Posthuys ein und essen Burger, allerdings nicht irgendwelche Burger. Dirk isst einen Bacon/ Käse-Burger und Jessie einen Thunfisch-Burger. Wir haben selten so leckere - sowohl optisch als auch geschmacklich - Burger gegessen und können das Posthuys nur empfehlen, denn auch der hausgemachte Apfelkuchen ist eine Sünde wert. Danach wollen die Kalorien wieder abgelaufen werden und wir machen einen ausgedehnten Strandspaziergang bei dem vor allem Quentin jede Menge Spaß hat… und Mami hinterher jede Menge Klamotten mehr für die Wäsche ;) Nach einem weiteren Kaltgetränkt nehmen wir die Fähre zurück und sind uns einig: Vlieland ist definitiv eine (Tages-) Reise wert! Für viele, die gerne ausgedehnte Radtouren machen oder eine Führung durch das Naturschutzgebiet genießen lohnt sich die Insel auch mehrere Tage. Wir hatten allerdings nach einem Tag erstmal genug, denn mit unserem kleinen Fratz, der gerade so richtig mobil wird, wären andere Programmpunkte definitiv nicht möglich gewesen. Q sitzt nämlich ganz bestimmt nicht den halben Tag im Fahrradsitz still, geschweige denn lässt er sich "stundenlang" im Tragegurt rumtragen, das ist ja laaaaaaaaangweilig. Am liebsten möchte er auf den Boden und krabbeln, erkunden und erleben :)
Gegen 18:30 Uhr kehren wir wieder in unseren Bungalow zurück, kochen unser letztes Abendmahl (Rindersteaks mit Spinat und Maiskolben, falls es interessiert ;) ) und machen uns noch einmal auf in Richtung "Bordrestaurant", um einen Drink zu nehmen und zu bloggen. Morgen reisen wir leider ab - eine Woche ist eben doch zu kurz… aber dazu wohl im Fazit die Tage dann mehr :)
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