Tuesday, 26. July 2011
Texel: Return of the Sun


Juhuuuuuuuu!!!!! Ein Tag (nahezu) ohne Regen! Wir können es kaum fassen, aber fangen wir von vorne an. Nachdem wir gestern morgen aufgestanden waren, hatten wir schon Hoffnung: kein Regen in Sicht und schnell war klar: wir erkunden die Insel, schauen uns ein paar Dörfer an und gehen an den Strand buddeln. Doch kaum gefrühstückt zerschlug Petrus unsere freudigen Pläne … es fing wieder an zu regnen.

So packten wir unseren Elan wieder ein und Plan B aus: wir gehen schwimmen! Wir fuhren ins Calluna in De Koog, was wir uns im Internet schon angeschaut hatten. Die Website versprach eine Riesenrutsche, ein Außenbecken, ein Babybecken und vieles mehr. Ehrlich gesagt waren wir dann aber etwas enttäuscht, denn das Babybecken war nicht viel größer als 1 Quadratmeter, das Außenbecken auch winzig und vom Flair her fühlten wir uns in die 1970er zurückversetzt, was durch ein gewisses Maß an Schmuddeligkeit noch unterstützt wurde. Vielleicht sind wir auch etwas zu verwöhnt von unseren Bädern, für einen Plan-B-Tag ist das Schwimmbad jedoch eine Option, vor allem mit etwas größeren Kindern, die dann auch die Wellenfunktion und die Riesenrutsche nutzen können.



Was muss man unbedingt nach einem Ausflug ins kühle Nass tun? Genau: sich stärken! Also ab zu unserer schon entdeckten Pommesbude und den Energietank mit JunkFood wieder aufgefüllt. Völlig erledigt schlief Quentin dann auch auf der Fahrt ins Zentrum von Den Burg ein, wo wir noch etwas bummelten und shoppten. Zufrieden kehrten wir in unseren Bungalow zurück. Jessica hatte ein Buch und einen Föhn bekommen (ihren hatte sie leider zu Hause vergessen), Dirk hat für Q ein Fahrzeug zum Aufziehen mit großen Rädern gekauft (wir sind uns jedoch noch nicht ganz sicher, ob das Spielzeug wirklich für Q ist ;) ) und dann haben wir auch noch Mitbringsel gefunden. Also lecker gekocht und den Abend entspannt vor dem TV ausklingen lassen.
Unser Dienstag fing dann wirklich gut an: Augen auf, Vorhänge auf, SONNE rein!!! Unserem Ausflug nach Vlieland stand also nichts mehr im Wege … oder doch? Irgendwie sind Behlaus und Fähren nicht kompatibel :( Dank einem kurzen Stau kamen wir nur wenige Minuten zur einzigen Fähre "De Vriendschap" für diesen Tag und konnten ihr gerade noch nachblicken, wie sie vom Steg fuhr. Was also nun? Nach zwei Telefonaten war klar: beim zweiten geplanten Ausflug nach Vlieland am Donnerstag werden wir keine Fahrradtour machen, sondern die für heute eingeplante Inseltour. Und weil wir schonmal in De Cocksdorp am Bootssteg standen, buchten wir einfach die Robbentour (siehe Website Fähre). Um 12 Uhr ging's dann endlich los: ein kleiner Kutter tuckerte in Richtung Watten/ Sandbänke los. Quentin schaute erstmal ungläubig und fragte sich wohl, warum wir jetzt so schaukeln und was all das Wasser soll. Neben den Robben und den Kampffliegern, die (wohl eher zufällig) eine kleine Flugschau ablieferten, waren vor allem unsere zwei Bootsführer die Fahrt wert! Der eine ging schon nach kurzer Zeit mit frischem Kaffee und Schokoriegeln rum, die er verkaufte (gegen Ende der Fahrt kam er nochmals mit Schnaps und Softdrinks), während der andere meist das Boot steuerte und später etwas über die Landschaft und die Geschichte erzählte. Leider verstanden wir davon nur wenig, da unser Holländisch nicht wirklich gut ist. Nach ca. 1,5 Stunden war die Fahrt vorbei und Q war von der Schaukelei sanft in seinen Mittagsschlaf gewiegt worden. Was tun? Mittagszeit, schlafendes Baby, Seeluft… nach was schreit das wohl?



Essen natürlich! Und was läge näher als ein weiteres typisch niederländisches Gericht zu vertilgen? Nichts, eben ;) Wir bestellten im nahegelegenen Strandlokal Pannekoekens und der inzwischen wieder erwachte Sohnemann mampfte kräftig mit. Auf der Rückfahrt von De Cocksdorp gab es dann ein weiteres Highlight. Wir machten einen Abstecher in die Ijsboerderij Labors (www.ijisboerderijlabora.nl), die einzige Eisdiele, die ausschließlich Texeler Milch und Sahne zur Zubereitung ihrer Köstlichkeiten verwendet. Nebst dem leckeren Eis (wir aßen Oma's Appeltaart, Pistazie, Texeler Advokaat und Kirsche) bietet die Eisdiele auch noch einen kleinen Tierpark (Pony, Ziegen und Bambis warten hier auf futtergefüllte Kinderhände) und einen Spielplatz für Kinder, der sogar mit Trampolinen aufwarten kann. Ob Ihr es glaubt oder nicht: wir hatten für heute immer noch nicht genug! Ab nach Hause, Fahrräder abgeholt und damit an den Strand gefahren. Dort haben wir dann einen kleinen Spaziergang im flachen Wasser gemacht und Quentin durfte buddeln und Muscheln begutachten. Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder im Bungalow und haben uns was Leckeres gekocht (ja, abgesehen von unseren Abstechern in Pommesbuden, Strandlokale und Eisdielen kochen wir tatsächlich jeden Tag frisch auf unserem fantastischen Gasherd!).

Was wir morgen tun? Wenn alles klappt treffen wir uns mit den Schwans - eine der anderen Blogger-Familien - und besuchen gemeinsam das Maislabyrinth. Man darf also gespannt sein!

Im Moment sitzen wir am Strand im Beacjcafe De Buren mit Blick auf den Sonnenuntergang.... häääärlisch!

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