In den urbanen Gebieten Deutschlands hat sich ein neuer Lebensstil entwickelt. Menschen verschiedenster Kulturen teilen ihren Alltag miteinander, Internationalität wird zur Selbstverständlichkeit. Die manigfaltigen Einflüsse inspirieren sich gegenseitig, neue Trends in Bereichen wie Musik, Mode, Film, Literatur und Kunst werden hier gesetzt.
"Interdeutsche" stehen nicht zwischen zwei Stühlen – sie haben die Freiheit zu wählen. Dieser Prozeß findet schon seit Jahrzehnten in den großen Metropolen der Welt statt. In New York spricht niemand über "Ausländer", unterschiedlichste Anhänger verschiedener Religionen treten zum Buddhismus über, usw. das Individuum definiert sich durch seine Taten und nicht durch die Herkunft. Dieser Zustand scheint in Deutschland noch in weiter Ferne.
Das Land steht nicht zu seiner kulturellen Vielfalt, anstatt deren Vorteile zu nutzen, wird dieser Teil der Gesellschaft zu Unrecht als "Ballast" degradiert oder verleugnet. Durch die weltweit zunehmende Globalisierung, wird der Staat aber immer mehr dazu gezwungen, sich als multikulturelles Land im internationalen Vergleich zu präsentieren, um nicht als konservativ und rückständig auf dem Weltmarkt unterzugehen. Doch wie gestaltet sich solch ein Prozeß? Auf die Erkenntnis, folgt die Auseinandersetzung, dieser Vorgang ist schon längst in Gange. In allen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens finden sich "interdeutsche" Einflüsse. Unsere Stärke liegt darin das intelektuelle, schöngeistige, aber auch etwas verstaubte „Deutsche“ mit dem aus anderen Kulturen zu uns einfließendem emotionalen, mutigen Kampfgeist zu vermischen, und so eine nie zuvor dagewesene Energie zu nutzen - und zwar für alle!
Nun ist es an der Zeit auch in unserer Medienlandschaft dieser neuen Generation ein Gesicht zu verleihen. Eines, mit welchem sich diese deutschen und interdeutschen Menschen, identifizieren können.